ITMC-Methode

ITMC ist eine von der Hamburger Unternehmerin Monika V. Kronbügel entwickelte Methode zur Personal- und Organisationsentwicklung in Unternehmen. Sie stellt alle Faktoren und Entscheidungsprozesse sowohl bei der Betriebsführung, der Zusammenarbeit von Abteilungen und Teams sowie mit Zulieferern und Kunden, als auch die auf den Ziel- und Quellmärkten ablaufenden Prozesse und Entwicklungen in einen direkten Zusammenhang. Weil sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Berücksichtigung interkultureller Unterschiede legt, wird ITMC vorranging von mittelständischen und Großunternehmen mit unterschiedlichen nationalen und/oder internationalen Standorten bzw. Interessen praktiziert.

Hintergrund

Monika V. Kronbügel erwarb ihr Diplom in internationaler Betriebswirtschaft am Hamburger EuroBusiness-College und den Master of Arts in internationalem Marketing und Personalwesen an der Management Fakultät in Bratislava. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Global DiVision International Consulting GmbH. Die Gesellschaft fungiert als Dach eines in Deutschland über alle Bundesländer und weltweit über alle Kontinente verteilten Netzwerkes aus Beratern, Trainern, Mentoren und Coaches. Die Grundlage für die ITMC-Methode lieferten ihre Recherchen unter anderem über wirtschaftlich bedeutende Fehler im Marketing, die auf mangelnde Berücksichtigung interkultureller und somit auch sprachlicher Unterschiede zurückgingen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse übertrug sie auf alle für den Unternehmenserfolg relevanten Prozesse, bei denen menschliche Faktoren eine Rolle spielen. Sie ergänzt damit klassische Trainingsmethoden zur Entwicklung des Führungsstils, wie die von Kenneth H. Blanchard und Paul Hersey. Monika V. Kronbügel beschreibt die Module der ITMC-Methode als Shop-in-Shop-System zur Typveränderung für Unternehmen.

Ziele

ITMC ist kein Ersatz für die bekannten und erprobten Methoden zur Personal- und Organisationsentwicklung, sondern eine zu deren Erfolgsmaximierung entwickelte Ergänzung. Insofern sind auch die Ziele weitgehend deckungsgleich:

  • Analysieren des Status quo aller internen und externen Faktoren, die Einfluss auf die betrieblichen Abläufe, die Produkt- oder Leistungsentwicklung sowie Vertriebs- und Expansionsstrategien haben bzw. in Zukunft haben könnten.
  • Analyse der Möglichkeiten, die sich durch das Optimieren dieser Faktoren ergeben könnten und Abgleich mit den bereits bestehenden bzw. Erarbeiten neuer Unternehmensziele.
  • Entwickeln und Umsetzen von individuell auf die definierten Ziele abgestimmten Methoden zur Personal- und Organisationsentwicklung.
  • Begleitung der dadurch initiierten Prozesse, um eventuell notwendige Korrekturen bzw. Optimierungen sofort auszuführen und die Ziele fortzuschreiben.

Diese klassische Methodik ergänzt ITMC um nationale und/oder internationale Unterschiede. Dazu zählen einfache Faktoren, wie die Tatsachen dass:

  • Produktnamen in den Sprachräumen eine völlig andere und unter Umständen negative Bedeutung haben können oder
  • eine Vorher-Nachher-Bildergeschichte in der arabischen Welt von rechts nach links gelesen wird.

Bedeutend mehr Einfluss haben diese interkulturellen Unterschiede natürlich bei der Ansprache bzw. bei Verhandlungen mit Kunden oder Geschäftspartnern:

  • In Bayern oder Schwaben müssen Schwerpunkte anders gesetzt werden, als in den norddeutschen Bundesländern.
  • Produktions- oder Vertriebsstrategien in Asien erfordern andere Vorgehensweisen als in Europa.

Insofern ist ITMC ein Werkzeug, mit dem Berater, Trainer, Mentoren und Coaches weltweit nicht nur einheitlich vorgehen. Vielmehr schafft es die Voraussetzung, dass deren Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem eigenen kulturellen Umfeld zielorientiert in den ITMC-Beratungs-, Trainings-, Mentoring- und Coachingprozess einfließen.

Die vier Stufen der Wissensvermittlung

Stufe 1
Instruction: Beratungstätigkeit mit dem Ziel, das Unternehmen beim Erreichen der von ihm selbst definierten Ziele zu unterstützen, ohne diese zu hinterfragen.

Training: Methoden vermitteln, um die verfügbaren harten und weichen Faktoren als Werkzeuge zum Erreichen von Unternehmenszielen zu erkennen und darunter eine Auswahl zu treffen.

Mentoring: Der Mentoree erkennt selbst die oben genannten Wege und Methoden und ergänzt diese durch eigene Ideen, Erfahrungen und Erkenntnisse. Er hält mit seinem Mentor Rücksprache und dieser ergänzt und verfeinert je nach Notwendigkeit..

Coaching: Vor Einsatz dieser Königsdisziplinen steht das Ziel zwar ebenfalls. Jedoch stellt der Coach Fragen in alle Richtungen, reflektiert und veranlasst die von ihm betreuten Teams oder Einzelpersonen zu Perspektivwechsel, um andere Wege zum Erreichen des Ziels zu erkennen oder neu zu finden.

Stufe 2
Ideas: Im ersten Modul geht es um das Befreien von Begrenzungen und Blockaden bei Einzelpersonen oder einem gesamten Unternehmen, um alle denkbaren Möglichkeiten auszuschöpfen und neue Ziele zu visionieren.

Transfer: Übertragen der Erkenntnisse und Visionen aus dem ersten Modul zunächst auf ein Pilotprojekt und schlussendlich auf das Unternehmen.

Motivation: Ermittlung der Motivationsfaktoren und deren individueller Einsatz unter Berücksichtigung (wie in allen Phasen) der interkulturellen Unterschiede. Dabei geht es sowohl im Kern um die Eigenmotivation als auch um die Motivation von Mitarbeitern zu deren Identifikation mit Unternehmenszielen ; darüber hinaus allerdings auch um die Motivation Dritter (Geschäftspartner, Kaufmotivation bei Kunden etc.).

Consolidation: ITMC sieht Unternehmen als Systeme, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Diese resultieren aus psychischen und physischen Veränderungen bei den menschlichen Ressourcen, Veränderungen auf den Ziel- und Quellmärkten sowie der sozioökonomischen Faktoren. Daher werden diese Indikatoren prozessbegleitend beobachtet, um den Einklang zwischen der gewählten Methodik und den inneren wie äußeren Umständen zu sichern.

In dieser zweiten Stufe werden die Module für die Personal- und Organisationsentwicklung noch getrennt voneinander angewandt.

Stufe 3
Integrity: Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden, sowie alle durch die Prozesse berührten Stakeholder fundieren ihr Handeln und ihre Aktionen auf integren wertschätzendem Umgang und Methoden.

Tolarance: Es wird die Bereitschaft erweckt, innerhalb und außerhalb des eigenen Umfeldes andere Systeme vorurteilsfrei zu betrachten und aus diesen zu lernen. Dies gilt nicht nur, aber auch unter Einbeziehung interkultureller Unterschiede.

Morality: Den Respekt vor der Tatsache zu entwickeln, dass die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo die der Anderen beginnt. Dieser moralische Grundsatz soll der Selbsterkenntnis des Trainierten entstammen, dass der respektvolle Umgang miteinander (mit Kollegen, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden) das Erreichen nationaler wie internationaler Ziele beschleunigt.

Cooperativity: Jeder hat das Recht, seine Ideen und Gedanken in Unternehmensprozesse einzubringen. Daraus leitet sich die Verpflichtung des kooperativen Miteinanders über Hierarchieebenen hinweg ab.

ITMC geht davon aus, dass von diesem Punkt des Entwicklungsprozesses alle vier Module dieser Stufe nur noch zusammen funktionieren.

Stufe 4
Die maximale Effizienz der ITMC-Methode wird durch das Zusammenwirken der ersten drei Stufen erreicht:

  • Vorhandene Ressourcen werden optimal genutzt.

  • Das Team, das Unternehmen oder die Unternehmensgruppe wirken im Einklang mit allen inneren und äußeren Gegebenheiten und Stakeholdern.
  • Nicht änderbare Faktoren sind so integriert, dass sie dem System dienen.
  • Aus jedem Vorgang wird ein praktischer Nutzen gezogen. Die Methoden, zum Beispiel auch aus nicht erteilten Aufträgen zu lernen, werden angewandt.
  • Zuvor wenig ergiebige humane Ressourcen werden an den Stellen eingesetzt, wo sie ihre Stärken entfalten.
  • Interkulturelle Unterschiede werden als Chance genutzt.
  • Der Lern- und Veränderungsprozess hat für den Einzelnen, das Team oder das Unternehmen Eigendynamik entwickelt.