Korrekte Anrede

GDIC Business Knigge

Wenn JR Ewing in Dallas über Neugeschäfte verhandelt, sprechen sich alle am Tisch mit dem Vornamen an. Das ist so in Texas und in den anderen Teilen der Welt, in denen man auf Englisch miteinander umgeht. Eine Business-Regel, auf die auch wir bei unseren Reisen ins Ausland oder bei Treffen im heimischen Konferenzraum wie selbstverständlich umschalten. Doch was ist zu tun, wenn auf einmal der eigene Chef, ein Kunde oder Kollege dabei ist, von denen man sich vielleicht sogar selbst das distanziertere „Sie“ wünscht?

Grundsätzlich ist erlaubt, was beiden Seiten gefällt – sofern sich niemand überrumpelt fühlen muss. Bevor also einer der Gesprächspartner ohne Anlauf im Fettnäpfchen landet, sollten Sie klären, ob Sie a) ganz präzise zwischen englischer und deutscher Konversation unterscheiden und daheim beim „Sie“ bleiben, b) wie im spanischen oder französischen Sprachkontext den Vornamen an die höfliche Anrede hängen oder c) es für beide Teile in Ordnung ist, generell zum „Du“ zu wechseln.

Der Business-Knigge bestätigt also auch in diesem Fall die Regel Nr. 1 für alles, was das geschäftliche Miteinander betrifft: Sorge mit einem Gespräch zur rechten Zeit, dass keine wichtige Frage offen bleibt!