Begrüßung: Respekt, Respekt

Unglaublich wie viel Sie falsch machen können, wenn Sie Ihrem Gast oder Gesprächspartner zur Begrüßung freundlich die Hand reichen, der Dame tief in die Augen schauen oder im Laden höflich wegsehen, damit der Kunde sich erst einmal in Ruhe orientieren kann.

„Andere Länder, andere Sitten“, gilt nämlich auch in diesem Fall. Zwei Beispiele:

  • In den meisten Landstrichen Asiens ist Händeschütteln nicht unbedingt das, was man von Ihnen erwartet. Unter anderen freuen sich Japaner und Chinesen über eine leichte Verbeugung.
  • Bei Frauen aus der arabischen Welt gilt ein Mann gern als unhöflich, wenn er den direkten Augenkontakt sucht.

Unser Tipp: Informieren Sie sich unbedingt über die Gepflogenheiten des jeweiligen Kulturkreises, in dem Sie sich aufhalten. Fast überall aber sind kurzes Innehalten, ein freundliches Zunicken und Zulächeln Signale des Respekts. Ruckartige Bewegungen und laute Geräusche im fremden Territorium können dagegen Feindseligkeiten hervorrufen und fördern.

Hereinkommen – nicht hereinplatzen
Nicht nur als Verkäufer sollte man gelernt haben, dass ein Kundenbesuch kein Sturmangriff ist. Als Besucher mit ausgestreckter Hand auf den Gastgeber zuzulaufen, ist ein sicherer Tritt ins Fettnäpfchen. Damit lassen Sie Ihrem Gegenüber keine andere Wahl und missachten die gesellschaftlichen Spielregeln. Auf fremdem Territorium sollten Sie daher stets warten, bis man Ihnen die Hand reicht – und: Packen Sie dann nicht zu, wie ein Schraubstock oder schütteln die Hand des Anderen, wie einen Cocktailshaker.

Empfangen – nicht stehen lassen
Auch als Gastgeber haben Sie nonverbale Pflichten. Selbst wenn Sie mitten in der Arbeit stecken oder telefonieren ist es unhöflich, einen Besucher oder Mitarbeiter minutenlang keines Blickes zu würdigen. „Das Gefühl kennt keine Hierarchie, aber es reagiert auf Beachtung und Missachtung“, erinnert Günther Hübner, Spezialist für Körpersprache im Deutschen Knigge-Rat.

So eine Missachtung habe nicht nur Auswirkungen auf das Arbeitsklima, sondern auch auf die Kauflust des Kunden. Der modernste Messestand und die edelste Geschäftseinrichtung verfehlen ihre Wirkung, wenn das Personal mit sich selbst beschäftigt ist. „Wer nicht innerhalb weniger Sekunden eines Blickes gewürdigt und damit ohne Worte kontaktiert wird, empfindet auch keine persönliche Ansprache“, so Hübner weiter.