Sie haben Fragen?

Einige von uns haben die Bewerbung um ihre erste Arbeitsstelle noch „mit vorzüglicher Hochachtung“ unterschrieben und sehr schnell wieder damit aufgehört, weil solche Floskeln veraltet und für den persönlich oft unbekannten Empfänger unglaubwürdig sind. Dennoch halten sich noch einige überholte Formulierungen, über deren Bedeutung ganz offensichtlich niemand nachdenkt:

„Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit persönlich zur Verfügung“, kann man in der Fußzeile ganz vieler Angebote nachlesen, die potentiellen Kunden auf den Tisch flattern – und das ist schlicht und ergreifend eine Falschaussage.

  • „Jederzeit“ wird wohl kaum Ihre Urlaubszeiten oder die Nachtstunden mit einschließen.
  • „Zur Verfügung“ stellen, kann man Geld, Werkzeuge oder andere Sachgegenstände – aber eher nicht sich selbst wie einen Leibeigenen.
  • Die Formulierung ist derart veraltet, dass sie vom Empfänger nicht einmal mehr registriert wird.

Was aber soll man tun, um auch im dritten Jahrtausend Dienstbereitschaft und Interesse zu signalisieren? Hier ein paar zeitgemäße Alternativen:

  • Wenn Sie noch Fragen oder Wünsche haben, sprechen Sie mich gern an.
  • Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie weitere Informationen benötigen.
  • Für offene Fragen ist unser Kundenservice in der Zeit von … bis … für Sie erreichbar.
  • Ich melde mich in der kommenden Woche bei Ihnen. Vorab können Sie mich unter der Telefonnummer … erreichen.