Trinkgeld im Hotel

GDIC Business Knigge

Kaum ein Thema beschäftigt Hotelgäste mehr, als die Trinkgeldfrage in Hotels rund um den Globus. Was ist angemessen und wo reagiert das Personal sogar verärgert, wenn man ein paar Münzen hinterlässt, den Rechnungsbetrag aufrundet oder einen Schein übergibt?

Die Unterschiede in den Ländern

  • Ägypten: Mit einem Euro oder US-Dollar macht man Zimmermädchen, Gepäckträgern und anderen Dienstleistern eine Freude.
  • China: Vor allem in weniger touristischen Gegenden ist Trinkgeld eher unbekannt. In großen Internationalen Hotels haben sich drei Yuan (etwa 40 €Cent) pro Übernachtung durchgesetzt.
  • Deutschland: Die Höhe des Trinkgelds bleibt dem Gast überlassen.
  • England: Ein Pfund pro Tag ist der „Tarif“ für Room Service und Zimmermädchen.
  • Frankreich: Hier gehört Trinkgeld zum guten Ton. Pro Tag sind ein bis zwei Euro für Zimmermädchen und Room Service in Ordnung.
  • Griechenland: Hier übergibt der freundliche Gast dem Zimmermädchen persönlich ein Trinkgeld bei der Abreise. Bis zu ein Euro am Tag ist angemessen.
  • Italien: Ein bis zwei Euro passen als Ausdruck der Zufriedenheit mit dem Room Service. Für Zimmermädchen wären es ein bis zwei Euro am Tag oder etwa fünf Euro in der Woche.
  • Japan: Hier hat Trinkgeld keine Tradition und wird oft sogar als Beleidigung empfunden.
  • Österreich: Idealerweise bedankt man sich bei der Abreise persönlich oder mit einem „Dankeschön“-Zettel und gibt ein bis drei Euro für den Tag. Für den Room Service sind maximal zwei Euro üblich.
  • Thailand: Dort können Sie dem Zimmermädchen mit einem 20-Baht-Schein (etwa 50 €Cent) pro Tag danken, den Sie auf dem Kopfkissen platzieren.
  • Skandinavien: Hotelservice ist in Norwegen, Dänemark und Finnland eigentlich im Rechnungsbetrag enthalten. Sehr zufriedene Gäste runden auf und geben den Zimmermädchen bei den schwedischen Nachbarn zwischen fünf und zehn (Kronen (50 €Cent bis ein Euro) pro Tag.
  • Spanien: Ein Euro pro Tag bzw. pro Bestellung wird vom Zimmermädchen oder vom Room Service gern angenommen.
  • Türkei: Hier hat „Bakschisch“ eine lange Tradition. Wenn Sie Zimmermädchen oder Gepäckträgern nicht pro Tag oder Bestellung zwei bis drei Lira (bis ein Euro) pro Tag geben, gilt das als unhöflich.
  • USA: Zwischen zwei und fünf Dollar pro Nacht sollten es sein. Platzieren Sie das Trinkgeld gut sichtbar oder besser noch mit einer Notiz auf dem Kopfkissen. Der Room Service freut sich über rund 15 Prozent des Rechnungsbetrages.

Und das gilt überall, wo man Trinkgeld zahlt

  • Geben Sie die gleichen Summen wie oben auch, wenn Ihnen das Einparken des Autos bei der Ankunft abgenommen wird oder der Hotelpage ein Taxi für Sie ruft.
  • Das gleiche gilt für das Housekeeping, wenn Sie zusätzliche Decken, Kissen oder vergessene Kosmetikartikel anfordern.
  • Beschafft Ihnen die Rezeption zum Beispiel Theaterkarten, Blumenpräsente oder Tickets für eine besondere Stadtrundfahrt, sollten Sie sich für solche Zusatzleistungen ebenfalls mit einem Trinkgeld erkenntlich zeigen