Anklopfen oder nicht?

GDIC Business Knigge

Auch wer gern mit dem Kopf durch die Wand geht, sollte vorher anklopfen. Nur wenn man in eine große Besprechungsrunde platzt, ist Höflichkeit allein nicht genug. Müssen Assistenz oder Mitarbeiter daher generell draußen bleiben, wenn die Tür zum Konferenzraum verschlossen ist?

Wer ein Meeting mit 20 Teilnehmern zu einer Zwangspause verdonnert, muss sich bewusst sein, dass ihn 20 Augenpaare anstarren. Das macht nervös, der Eindringling stolpert gern über die Türschwelle, verhaspelt sich oder wird rot. Ein ungutes Gefühl, dass niemand braucht und vor dem nur Nachdenken schützt: Muss ich die Nachricht wirklich sofort überbringen oder hat es noch ein paar Minuten Zeit? Steht der Betrieb tatsächlich still, wenn meine Frage nicht gleich beantwortet wird?

Und so gibt es keine Probleme

Raten Sie nicht, welches Verhalten der oder die Vorgesetzten von Ihnen erwarten. Klären Sie stattdessen vorher, ob und aus welchem Grund Sie anklopfen und die Besprechung unterbrechen sollen. Dazu folgende Tipps, wenn Sie eine Konferenz mit vielen Personen wirklich einmal unterbrechen müssen:

  • Klären Sie vorher, ob Sie anklopfen sollen oder dies als zusätzliche Störung unerwünscht ist.
  • Treten Sie leise und ohne Grußwort ein, um nicht die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
  • Sie müssen weder der gesamten Runde verkünden, für wen Sie eine Nachricht haben, noch den Raum mit Abschiedsworten verlassen.

Die Ausnahme von den Regeln

In immer mehr Betrieben sind offene Bürotüren ein Teil der Unternehmenskultur. Sie bauen die Barriere ab, die schnellen Gedankenaustausch oder kurze Fragen erschweren. Wenn der Zugang dann doch einmal versperrt ist, zum Beispiel für wichtige Telefonate, persönliche Gespräche oder wann immer jemand in seiner Konzentration nicht gestört werden möchte, sollten die Kollegen das respektieren.