Geschenke ablehnen – aber richtig.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – und den Jahresumsatz. Wann ein Geschenk unangemessen ist, entscheiden entweder die Compliance Regeln des Unternehmens, oder, wenn diese fehlen, jeder Mitarbeiter selbst.

Ein Geschenk abzulehnen kann auch dazu führen, dass sich auch der Absender abgelehnt fühlt. Ein Geschenk, versehen mit dem Dank für ein gutes Geschäftsjahr und der Hoffnung auf die Fortsetzung, das kommentarlos zurückkommt, spricht eine deutliche Sprache.

Selbstverständlich dürfen Sie ein Geschenk ablehnen, wenn es Ihnen unangemessen erscheint oder Sie befürchten, dass der Verdacht einer Vorteilsannahme entstehen könnte. Aber auf keinen Fall darf das ohne eine entsprechende Erklärung passieren.  Erläutern Sie die Ablehnung und verweisen Sie entweder auf die gültigen Regeln in Ihrem Unternehmen oder spielen Sie sich selbst den Schwarzen Peter zu, z.B. dass Sie sich nicht wohlfühlen, wenn Sie ein Geschenk solch einer Größenordnung annehmen.

Eine elegante und für alle Beteiligten zufriedenstellende Variante kann die Tombola oder die Versteigerung sein. Viele Unternehmen sammeln alle Geschenke und veranstalten auf der betrieblichen Weihnachtsfeier eine Tombola, bei der alle Mitarbeiter gleichberechtigt mit Losen versorgt werden. Die Absender werden über dieses Vorgehen informiert und erhalten selbstverständlich ein Dankesschreiben.

Alternativ kann man für besonders wertvolle Geschenke eine Versteigerung veranstalten, deren Erlös dann einem guten Zweck gespendet wird. Auch hier wird der Absender mit einbezogen, vielleicht bei der Versteigerung mit genannt und ebenfalls mit einem Dankesschreiben bedacht.

So zeigen Sie deutlich die Wertschätzung für die „Spender“ und entgehen gleichzeitig jedem Vorwurf der Vorteilsname.